Elf Teams, 22 Fahrer — das Feld der Saison 2026
Die Formel-1-Saison 2026 bringt das größte Starterfeld seit Jahren: Elf Teams mit 22 Fahrern gehen an den Start, nachdem Cadillac als elftes Team zum Feld stößt. Die Fahrerpaarungen haben sich gegenüber 2025 erheblich verändert — Lewis Hamilton bei Ferrari, Isack Hadjar bei Red Bull, Kimi Antonelli bei Mercedes und Franco Colapinto bei Alpine sind nur einige der neuen Konstellationen. Der Regelumbruch macht die Einschätzung der Teams zusätzlich schwierig, weil Vorjahresergebnisse nur bedingt übertragbar sind.
Für Wetter ist die Kenntnis des Feldes die Grundlage jeder Analyse. Wer die Stärken und Schwächen der Teams kennt, die Fahrerprofile versteht und die Dynamik innerhalb der Paarungen einschätzen kann, trifft bessere Wettentscheidungen — egal ob bei Siegerwetten, Podiumstipps oder Head-to-Head-Duellen.
McLaren, Ferrari, Red Bull, Mercedes
McLaren geht als amtierender Konstrukteursweltmeister in die neue Saison. Lando Norris — Fahrerweltmeister 2025 — bildet mit Oscar Piastri eine der stärksten Fahrerpaarungen im Feld. Beide Fahrer sind jung, schnell und konsistent. Norris hat in den letzten zwei Jahren den Schritt vom Podiumskandidaten zum Seriensieger gemacht, Piastri hat sich als verlässlicher Punktelieferant etabliert. McLaren nutzt den Mercedes-Antrieb, was auf motorlastigen Strecken ein Vorteil sein könnte — vorausgesetzt, Mercedes hat die neue Power Unit gut umgesetzt. Für Wetter ist McLaren der stabilste Tipp im Feld: zwei starke Fahrer, ein bewährtes Team, ein Motorenpartner mit Ambitionen. Das Risiko liegt in der Unbekannten des neuen Reglements — McLaren muss beweisen, dass die Ingenieurskunst der letzten Jahre auch unter neuen Regeln funktioniert.
Ferrari betritt die Saison 2026 mit der aufregendsten Fahrerpaarung seit Jahren: Charles Leclerc und Lewis Hamilton. Leclerc bringt seine Qualifying-Stärke und seine Fähigkeit, auf Downforce-Strecken zu brillieren. Hamilton bringt sieben WM-Titel, unvergleichliche Erfahrung und die Fähigkeit, in kritischen Momenten das Maximum aus dem Auto zu holen. Die Frage ist, wie die Teamdynamik funktioniert — zwei Alpha-Fahrer in einem Team erzeugen Spannung, die produktiv oder destruktiv sein kann. Für Wetter bietet Ferrari das höchste Upside bei gleichzeitig hoher Varianz: Wenn das Auto konkurrenzfähig ist, sind sowohl Leclerc als auch Hamilton Kandidaten für jede Sieg- und Podiumswette. Wenn nicht, ist die interne Rivalität ein Risikofaktor.
Red Bull startet mit Max Verstappen und dem Rookie Isack Hadjar in die neue Ära. Verstappen bleibt der talentierteste Fahrer im Feld — seine Fähigkeit, aus jedem Auto das Maximum herauszuholen, ist unbestritten. Die Unbekannte ist der neue Red-Bull-Ford-Antrieb: Red Bull entwickelt erstmals einen eigenen Motor, und die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit dieser Power Unit ist die größte Frage der gesamten Saison. Hadjar, der aus der Formel 2 aufsteigt, wird Zeit brauchen, um sich in der Formel 1 zu etablieren. Für Wetter bedeutet das: Verstappen-Siegwetten sind weiterhin attraktiv, wenn die Quote stimmt, aber die Konstrukteurs-WM hängt stark davon ab, wie schnell Hadjar Punkte liefert.
Mercedes hat die Saison 2026 seit Jahren im Visier. Die Hoffnung in Brackley und Brixworth ist, dass die neue Power Unit an die Dominanz der Hybrid-Ära anknüpft. George Russell hat sich als Teamleader etabliert und ist ein konstanter Podiumskandidat. Kimi Antonelli — der junge Italiener, der als Nachfolger von Hamilton übernimmt — bringt enormes Talent, aber wenig F1-Erfahrung mit. Für Wetter ist Mercedes ein High-Risk-High-Reward-Tipp: Wenn der Motor stark ist, werden Russell und Antonelli regelmäßig vorne mitmischen. Wenn der Motor nicht hält, was die Erwartungen versprechen, fehlt Mercedes die Grundlage für Spitzenplatzierungen.
Alpine, Aston Martin, Williams, Racing Bulls, Haas
Alpine wechselt für 2026 auf Mercedes-Motoren und verabschiedet sich vom Renault-Antrieb. Pierre Gasly und Franco Colapinto bilden die Fahrerpaarung. Gasly hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass er in einem konkurrenzfähigen Auto Podien erreichen kann. Colapinto überzeugte 2024 als Einspringer bei Williams und bringt Aggressivität und Rohgeschwindigkeit mit. Der Wechsel auf Mercedes-Antrieb ist ein strategischer Neuanfang, der Alpine mittelfristig zurück ins obere Mittelfeld bringen soll. Für Wetter ist Alpine in den ersten Rennen schwer einzuschätzen — das neue Motorenpaket braucht Anlaufzeit.
Aston Martin hat Adrian Newey — den erfolgreichsten Aerodynamiker der F1-Geschichte — als Teamchef und Managing Technical Partner verpflichtet. Fernando Alonso und Lance Stroll fahren weiterhin für das Team, das 2026 den Honda-Motor nutzt. Neweys Einfluss auf das Auto wird frühestens in der zweiten Saisonhälfte spürbar sein, aber das Team hat langfristige Ambitionen. Alonso, mittlerweile 44 Jahre alt, bleibt auf bestimmten Streckentypen ein Faktor für Podiumswetten — seine Erfahrung in chaotischen Rennen und bei Regen ist nach wie vor ein Vorteil.
Williams hat mit Carlos Sainz und Alexander Albon eine starke Fahrerpaarung für ein Mittelfeldteam. Sainz bringt die Erfahrung aus seinen Jahren bei Ferrari mit und ist ein zuverlässiger Punktesammler. Albon hat sich bei Williams als überperformender Mittelfeldfahrer etabliert. Mit Mercedes-Motor und solidem Engineering könnte Williams 2026 positive Überraschungen liefern — ein Team, das Wetter für Best-of-the-Rest-Wetten im Auge behalten sollten.
Racing Bulls — das Schwesterteam von Red Bull — startet mit Liam Lawson und Arvid Lindblad. Lindblad ist der einzige echte Rookie der Saison 2026, der direkt aus der Nachwuchsserie aufsteigt. Das Team nutzt den Red-Bull-Ford-Motor und profitiert von der technischen Nähe zum Werksteam. Für Wetter sind Racing Bulls vor allem in Head-to-Head-Wetten interessant: Lawson gegen Lindblad ist ein klassisches Erfahrung-gegen-Talent-Duell.
Haas setzt auch 2026 auf den bewährten Ferrari-Motor und bildet mit Esteban Ocon und Oliver Bearman ein neues Fahrerduo. Zusätzlich hat das Team eine erweiterte technische Partnerschaft mit Toyota Gazoo Racing als Titelsponsor geschlossen. Das amerikanische Team hat in der Vergangenheit zwischen Hinterfeld und Mittelfeld geschwankt. Mit der Toyota-Partnerschaft und dem jungen Bearman gibt es Aufwärtspotenzial, aber auch Risiken. Für Wetter ist Haas ein Team für Spezialwetten — etwa auf Ausfälle oder unerwartete Punkteresultate — eher als für regelmäßige Podiums- oder Siegertipps.
Cadillac und Audi: Die Neuen im Feld
Cadillac ist das elfte Team und der erste echte Neueinstieg in die Formel 1 seit Haas im Jahr 2016. Unter dem Dach von General Motors bringt Cadillac Valtteri Bottas und Sergio Pérez als Fahrer mit — zwei erfahrene Piloten, die das Wissen und die Gelassenheit mitbringen, ein neues Team durch seine Anfangsphase zu navigieren. Das Auto wird 2026 mit einem Ferrari-Kundenmotor antreten, bevor GM ab 2028 oder 2029 einen eigenen Antrieb liefert.
Für Wetter ist Cadillac in der ersten Saison ein Hinterfeld-Team mit minimalem Wett-Value auf Einzel-Rennbasis. Die Einstiegshürden in die Formel 1 sind enorm — neues Team, neues Personal, neue Infrastruktur —, und die Ergebnisse werden realistischerweise im hinteren Drittel des Feldes liegen. Langfristig hat Cadillac das Potenzial eines echten Werksteams, aber 2026 wird ein Lehrjahr.
Audi startet als Werksteam mit eigenem Motor und den Fahrern Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto. Der Übergang vom ehemaligen Sauber-Team zum Audi-Werksteam ist ein Mammutprojekt, das nicht über Nacht zum Erfolg führen wird. Hülkenberg bringt Erfahrung und die Fähigkeit, ein Mittelfeldauto an seine Grenzen zu bringen. Bortoleto, der Formel-2-Champion, bringt Talent und Hunger. Die Audi-Power-Unit ist die große Unbekannte: Wenn der Antrieb konkurrenzfähig ist, kann Audi im Mittelfeld Punkte sammeln. Wenn nicht, droht ein schwieriges erstes Jahr. Für Wetter ist Audi ein Beobachtungsobjekt — die ersten Rennen zeigen, ob das Team für Podiums- oder nur für Punktewetten infrage kommt.
22 Fahrer, 11 Teams — und jeder erzählt eine andere Geschichte
Das Feld der Saison 2026 ist das vielfältigste seit Jahren: Zwei neue Werksteams, mehrere Fahrerwechsel, ein Regelumbruch und fünf verschiedene Motorenhersteller. Für Wetter bedeutet das eine Fülle an analytischen Ansatzpunkten — von den Top-Teams bis zum Hinterfeld erzählt jede Paarung ihre eigene Geschichte, und in jeder Geschichte steckt potenzieller Wett-Value.